
20.04.11 –
Industrielle Schweinezucht ist das Gegenteil von artgerechter Tierhaltung. Sie bedeutet einen erheblichen ökologischen Eingriff mit Konsequenzen für Umwelt und Menschen.
Investoren setzen angesichts brach liegender Militärflächen vor allem in Ostdeutschland auf den Bau von Großanlagen. Mega-Anlagen mit bis zu 80.000 Schweineplätzen sollen entstehen. Begründet werden die Projekte mit einem angeblichen Rückgang der Schweineproduktion, gering ausgelasteten Schlachthöfen und Futtermittelwerken sowie neuen Exportchancen in die Staaten der ehemaligen Sowjetunion und in die Staaten Asiens.
Anwohner sehen das anders. Sie fürchten den Geruch, den Lärm, die Folgen für Äcker und auch für den Tourismus. Immerhin produzieren 80.000 Schweine so viel Exkremente wie 180.000 Menschen. Die Tiere werden gequält, die Industrialisierung der Landwirtschaft schreitet voran, lokale Agrarbetriebe, die an örtliche Verarbeiter liefern – also regionale Kreisläufe – werden zerstört.
Wir Grüne setzen auf das Konzept tier- und um-weltgerechter Qualitätslandwirtschaft, die den Bedürfnissen der Verbraucher entspricht.
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