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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Pfaffenhofen a.d. Ilm

Unser Programm

für den Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm

Klima, Umwelt und Landwirtschaft

Klima schützen ist Menschen schützen.

Klima, Umwelt und Landwirtschaft

Klima- und Umweltschutz ist Menschenschutz. Wir halten an den Beschluss zur Klimaneutralität bis 2035 und ein Landkreisentwicklungsprogramm für nachhaltige Bodennutzung fest. Guter Boden schützt vor Katastrophen wie dem Hochwasser 2024 und sichert Ernährung sowie unsere Heimat, die Hallertau.

Guter Boden ist begrenzt. Wir setzen auf effektives Flächenmanagement, das durch eine Vollzeitstelle im Kommunalunternehmen Strukturentwicklung verankert wird und wollen es zur Chefsache im Landratsamt machen. Vernetzung unter Einbindung der Kommunen und der gesamten Fachexpertise des Landratsamtes soll die Stelle unterstützen.

Wir erarbeiten ein Landkreisentwicklungsprogramm - das im Dialog mit allen Kommunen die Interessen und strukturiert ein sinnvolles Gesamtkonzept zur Bodennutzung gestaltet. Schwammregion-Prinzipien und den Schutz sowie die Vernetzung von Naturräumen werden dabei einbezogen. Biodiversität erhalten wir durch gezielte Maßnahmen mit dem Landschaftspflegeverband.

Ressourcen schonen heißt: weniger Abfall, mehr Kreislaufwirtschaft: vermeiden, wiederverwenden, reparieren, recyceln. Wir fördern Repair-Cafés, Mehrweg-Initiativen und plastikfreie Verwaltung.

Klimaschutz, Naturschutz und Landwirtschaft gelingen nur gemeinsam – mit Bürgerengagement, Vereinen und Förderprogrammen. Partizipation soll transparent und niedrigschwellig sein, damit alle mitgestalten können. Die Prinzipien der Schwammregionen sollen im gesamten Landkreis gelebt werden. Hierfür brauchen wir Fördermittel und das Schwarmwissen der Bürger*innen, von Aktiven im Naturschutz und den Landwirt*innen, um gemeinsame Projekte umzusetzen. Der Schutz von bestehenden Naturräumen und deren Vernetzung steht dabei im Vordergrund. Flächenschutz und Verbesserung der Bodenqualität durch alternative Möglichkeiten der Bodenbearbeitung hält Wasser in der Fläche und schützt Menschen vor Gefahren.

Unsere Maßnahmen:

Klimaschutz und Resilienz

  • Start des Landkreisentwicklungsprogramm mit den Kommunen
  • Flächenmanagement mit Vollzeitstelle
  • Klimavorbehalt für alle Kreistagsentscheidungen
  • Hitzeaktionsplan und Konzept zur Klimafolgenanpassung
  • Stärkung der Schwammregion

Natur- und Artenschutz

  • Biodiversitätskonzept für den Landkreis
  • Stärkung des Landschaftspflegeverbandes
  • Vernetzung bestehender Naturräume (Trittsteinkonzept, Biotopverbund)
  • Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung

Landwirtschaft

  • Ausweitung und Vertiefung der Bodenallianz mit den Landwirten
  • Steigerung des Öko-Flächen-Anteils
  • Ökomodellregion auf Kreisebene
  • Förderung regionaler Vermarktung und Wertschöpfung
  • Zur Vernetzung von Landwirtschaft und Naturschutz: Ausarbeitung von Vorzeigeprojekten mit Fördermitteln und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Landschaftspflegeverband und des Landwirtschaftsbeirats

Ressourcen und Kreislaufwirtschaft

  • Verwertung von Reststoffen, die der AWP sammelt, für lückenloses Recycling
  • Sensibilisierung für Müll- und Plastikvermeidung („Einmal ohne, bitte“) und Belohnungssystem für Haushalte, die Müll vermeiden
  • Transparenz und Innovation bei der Abfallverwertung
  • AWP als Zero-Waste-Vorreiter: Ausbau von Repair-Cafés, Mehrweg- und Recycling-Initiativen
  • Plastikfreie Landkreisverwaltung: Leitungswasser, Mehrweg, nachhaltige Beschaffung

Partizipation

  • Unterstützung von Bürger*innenengagement (z. B. über LAG/LEADER) in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz stärken, zum Verständnis für Zusammenhänge und Verbundenheit zur Heimat
Energie

Sauber Strom erzeugen. Groß speichern.

Nachhaltige Energie für alle Bürger*innen

Nachhaltige Energie ist eine Einnahmequelle für den Landkreis und ein zentraler Baustein des gelebten Klimaschutzes. Sie ist für Bürger*innen und Wirtschaft bezahlbar und schafft Unabhängigkeit in Anbetracht globaler Krisen. Energieerzeugung im Landkreis Pfaffenhofen muss in Bürgerhand bleiben. Mit dem Kommunalunternehmen Energie und Infrastruktur (KEI) haben wir hierfür eine Grundlage geschaffen. Nur so fördern wir hohe Akzeptanz, da Wertschöpfung vor Ort bleibt und dadurch die Kommunen entlastet und unterstützt werden.

Wir lassen mit der Ausgabe von Green Bonds insbesondere für Energie- und Bauprojekte die Bürger*innen an der nachhaltigen Entwicklung des Landkreises teilhaben. Interessierten Bürger*innen stehen damit attraktive, langfristige und ethische Anlageformen zur Verfügung.

Unsere Maßnahmen:

  • Kommunalunternehmen KEI stärken und ausbauen
  • KEI soll auch Speicherlösungen in das Konzept aufnehmen, um diesen Markt nicht privaten Investoren zu überlassen
  • Landkreisweiter Ausbau der Windenergie
  • Unterstützung weiterer alternativer Varianten, z. B. Agri-PV in Hopfenanbaugebieten
  • KEI zur Beteiligung von Bürger*innen an Infrastrukturprojekten als Anlageformen für Bürger*innen
Mobilität

Ohne Verbrenner. Landkreisweit mobil.

Mobilität

Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Auch auf dem Land setzen wir neben dem Auto verstärkt auf Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr. Denn gerade jüngere Menschen und Senior*innen ohne Führerschein oder eigenes Auto sind auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen.

Wir stehen für die zügige Umsetzung des ÖPNV-Konzepts im Landkreis bis spätestens Ende 2027. Dazu gehört für uns eine 100% flächendeckende Erschließung des Landkreises durch Flexi-Busse auch in kleinen Orten. An den Linienhaltestellen werden wir mehr Bushaltehäuschen einrichten. Damit die Bürger*innen die Fahrten mit dem ÖPNV frühzeitig planen können, ist die Möglichkeit der Planung und Buchung von Fahrten über verschiedene ÖPNV- Verkehrsmittel per App erforderlich. Das wollen wir bis 2027 eingeführt haben. Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen für zuverlässigen Anschlussverkehr in die Nachbarlandkreise ist unbedingt erforderlich. Dabei ist die Beteiligung der Fahrgäste essenziell, um Lücken in der Anbindung zu erkennen und schließen zu können und so den ÖPNV im Landkreis stetig anpassen zu können.

Wir arbeiten außerdem an der Umsetzung des Mobilitätskonzepts Radverkehr. Dazu muss das Radkonzept mit einem verlässlichen und transparenten Plan in Abstimmung mit den Kommunen umgesetzt werden. Den Bau von Radwegen zwischen den Orten und über die Landkreisgrenzen hinaus werden wir in Abstimmung mit den Gemeinden unterstützen. Bei Anschlüssen zwischen Radwegen fordern wir sichere Übergänge.

Wir unterstützen die Gemeinden bei Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern. Dazu gehört die Erstellung von Schulwegeplänen insbesondere für weiterführende Schulen. Großflächige 30er-Zonen im Bereich der Schulen und den hochfrequentierten Schulwegen auch auf Kreis- und Staatsstraßen werden wir einrichten, wo es rechtlich möglich ist. Sichere Übergänge mit Querungshilfen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln insbesondere an Bushaltestellen wollen wir in Kooperation mit den Gemeinden einrichten. Mit digitaler Verkehrsanalyse wollen wird die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht erhöhen. Für die barrierefreie Fortbewegung werden wir abgesenkte Bordsteine auch auf Kreisstraßen einrichten.

Grundsätzlich fokussieren wir uns beim Straßenbau auf Sanierung statt auf Neubau. Wir berücksichtigen alle Verkehrsteilnehmer, so müssen Fußgänger- und Radwege stets in die Planung mit einbezogen werden. Den Ausbau der B16 bei Manching gilt es zu stoppen, da dieses Projekt einen immensen unnötigen Flächenverbrauch bedeutet und für Anwohner*innen eine deutliche Lärm- und Feinstaubbelastung zur Folge hat.

Die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge wollen wir gemeinsam mit den Kommunen verbessern.

Unsere Maßnahmen:

  • Umsetzung ÖPNV-Konzepts bis Ende 2027 zur flächendeckenden Erschließung des Landkreises
  • Planung und Buchung von ÖPNV-Fahrten per App bis 2027
  • Zuverlässiger Anschlussverkehr in benachbarte Landkreise mit ÖPNV und Fahrrad
  • Umsetzung des Mobilitätskonzepts des Landkreises für den Radverkehr
  • Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern durch Erstellung von Schulwegeplänen und Tempo-30-Bereichen um Schulen
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
Wirtschaft

Fürs Gemeinwohl, erfolgreich wirtschaften.

Wirtschaft regional fördern

Der Landkreis hat eine Vorbildfunktion für die regionale Wirtschaft. Dabei zählt für uns nicht allein das Wachstum, sondern wir beziehen auch qualitative und ganzheitliche Kriterien in unsere Bilanzierung ein. Daher erstellen wir eine Gemeinwohl-Bilanz für die Kreisverwaltung und stellen alle Tochterunternehmen des Landkreises auf Gemeinwohl-Bilanzierung um.

Mit dem Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) haben wir einen versierten Partner für nachhaltige Wirtschaftsförderung im Landkreis. Wir sehen die Sicherung von Fachkräften und vor allem das Bestehen von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis als zentral für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landkreises. Der Fokus von KUS soll auf einen lebenswerten Landkreis Pfaffenhofen für die Bewohner*innen gerichtet werden. Dazu gehört ein nachhaltiges Flächenmanagement, ebenso wie die Stärkung des Mittelstandes. In den nächsten Jahren werden aufgrund des demografischen Wandels insbesondere Handwerker*innen ihre Betriebe übergeben und suchen händeringend Nachfolger*innen. Hier werden wir gezielt auch gemeinsam mit den umliegenden Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen und Initiativen wie den Aktivsenioren Nachfolger*innen aufbauen und vernetzend wirken.

Unsere Maßnahmen:

  • Handwerker-Zentrum: Vernetzung für die Nachfolgersuche und Flächen in Bestandsgebäuden
  • Beratung und Unterstützung bei der Nachfolgersuche unter Einbezug der bestehenden Infrastruktur (z. B. Aktivsenioren, lokale Hochschulen und Universitäten)
  • Ausbau des Angebotes der KUS als Anlaufstelle und Beratung für die lokale Wirtschaft zu verschiedenen Themen
    • Steigerung der Resilienz und krisenfeste Wirtschaft
    • Unterstützung bei Herausforderungen der Zukunft (rechtliche Anpassung, Bedrohungslage, Klimaschutz etc.)
    • Vernetzung mit Wissenschaft, Kommunen und Bildungseinrichtungen weiter fördern und in konkrete Projekte ableiten
    • Ausbau der Projekte Digital- und Nachhaltigkeitsscouts zur Förderung von Nachwuchskräften und nachhaltiger Entwicklung
    • Unterstützung der Betriebe bei Anpassung an Klimarisiken, Energiepreise und Lieferkettenprobleme durch Informations- und Förderprogramme
    • Unterstützung bei Crowdfunding und Existenzgründung
    • Günstige Wohnungen und Unterstützung bei der Wohnungssuche für Fachkräfte (z. B. Klinikpersonal und Auszubildende)
  • Unterstützung beim Flächenmanagement
    • Entwicklung von Gewerbeflächen unter Berücksichtigung von Flächensparen, Energieeffizienz und ökologischen Standards
    • Landkreisentwicklungskonzept gemeinsam mit den Kommunen
  • Schaffen von Aus- und Weiterbildungsangeboten für Handwerk und Kreativberufe
  • Stärkere Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen für landkreiseigene Projekte und Studien
  • Nachhaltige Entwicklung fördern über Ausgabe von Green Bonds (z. B. im Rahmen eines Zweckverbandes), um Bürger*innen an nachhaltiger Entwicklung des Landkreises zu beteiligen
  • Entlastung der Verwaltung durch KI-Assistenten (24/7 ansprechbar, Entlastung von Hotline, gezielte Hilfe)
  • Beratungsangebot an Unternehmen und Gemeinden zum Thema Digitalisierung und digitale Resilienz (z. B. KUS)
Finanzen

Solide Finanzen. Zukunft, sichern.

Kommunale Finanzen

Die finanzielle Situation der Kommunen in Bayern, und damit auch des Landkreises Pfaffenhofen ist dramatisch angespannt. Steigende Kosten und immer neue Aufgaben belasten unsere Haushalte massiv. Die Defizite der bayerischen Kommunen haben sich im ersten Halbjahr 2023 Jahres bereits auf 5 Milliarden Euro verdoppelt!

Auch wir im Landkreis Pfaffenhofen leiden unter dieser Entwicklung. Allein bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben haben wir eine Kostenunterdeckung von über 8,6 Millionen Euro. Das bedeutet, wir müssen Geld aufbringen für Leistungen, für die der Freistaat verantwortlich ist und für Aufgaben, die der Freistaat auf den Landkreis übertragen hat. Dies entspricht etwa 130 Vollzeitstellen bei einem Beamten in Besoldungsgruppe A8.

Trotz der herausfordernden Finanzsituation sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe, unsere Schulen gut auszustatten, und Straßen instand zu halten, den ÖPNV und Radwege auszubauen, die Ilmtalkliniken in kommunaler Hand zu halten und in Klimaschutz zu investieren. Es ist klar, dass dies nur mit vereinten Kräften und einer klaren Prioritätensetzung möglich ist.

Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe sind die Leitprinzipien unseres Handelns. Denn nur so können wir unsere Lebensqualität erhalten und steigern.

Familie

Sozialer Zusammenhalt. Solziale Sicherheit.

Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe

Sozialer Friede sichert unsere Freiheit. Wir wollen ein bezahlbares Leben und gleiche Chancen für Alle – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und Status.

Wir arbeiten für ein Miteinander, das von Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Wir setzen auf Prävention und niederschwellige Unterstützung.

Familien stärken wir nachhaltig. Das lokale „Bündnis für Familie“ wollen wir weiter ausbauen und verlässlich fördern, um die Familienfreundlichkeit im Landkreis dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.

Senior*innen sollen wohnortnah unterstützt werden. Wir befürworten den Aufbau einer mobilen Beratung, die in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Sozialverbänden im Landkreis entsteht und niederschwellig Hilfe anbietet.

Gesundheit und Pflege sind zentrale Säulen sozialer Sicherheit. Wir setzen uns für Verbesserungen in der Palliativversorgung vor Ort ein und unterstützen den Aufbau einer Pflegeplatzbörse, damit pflegende Angehörige schneller einen Pflegeplatz finden, um pflegende Angehörige spürbar und mittelbar zu entlasten.

Schutz und Teilhabe müssen für alle gewährleistet sein. Deshalb setzen wir uns für mehr Frauenhausplätze in der Region ein. Inklusionsangebote im Landratsamt wollen wir überprüfen, weiterentwickeln und verbessern, damit Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe konsequent umgesetzt werden.

Schutz und Teilhabe müssen für alle gewährleistet sein. Deshalb setzen wir uns für mehr Frauenhausplätze in der Region ein. Inklusionsangebote im Landratsamt wollen wir überprüfen, weiterentwickeln und verbessern, damit Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe konsequent umgesetzt werden.

Bezahlbares Wohnen ist dabei ein Grundpfeiler für soziale Gerechtigkeit. Wir wollen die bereits angestoßenen Ansätze einer sozialen Wohnbaugesellschaft mit Leben füllen, damit Kommunen bei der Projektentwicklung und Umsetzung, sowie bei der Beantragung der Fördermittel unterstützt werden. Ein kreisweites "Bündnis für bezahlbares Wohnen“ bringt Kommunen, Wohnungswirtschaft, Baugewerbe und Mieterverbände zusammen. Wir etablieren eine Wohnungsbörse, die Vermieter*innen, Makler*innen und insbesondere Wohnung-Suchende mit geringem Einkommen zusammenbringt.

Zudem wollen wir Bürger*innen mit genossenschaftlichen Wohnprojekten befähigen, bestehenden und neuen Wohnraum zu aktivieren. Immobilienbesitzer*innen wollen wir mit Beratung und einer kreisweiten Initiative bei der Sanierung von Bestandsimmobilien und Vermietung unterstützen. So wird Wohnraum geschaffen, der aktuell nicht auf dem Markt ist und oftmals leer steht. Generationengerechtes Wohnen fördern wir mit Informationsformaten im gesamten Landkreis.

Unsere Maßnahmen:

Bezahlbares Wohnen

  • Zweckverband für sozialen Wohnungsbau endlich zum Leben erwecken
  • Finanzierungsmöglichkeiten über Bürgeranteile (Green Bonds) für bezahlbares Wohnen schaffen, das die Kommunen unterstützt und für Bürger*innen eine sinnvolle, sichere und nachhaltige Anlagemöglichkeit ihres Geldes ist.
  • Beratungsstelle für Genossenschaften, Baugemeinschaften und Privatpersonen, die Wohnraum aktivieren wollen.
  • Wohnungsbörse für Menschen mit geringem Einkommen
  • Kreisweites Bündnis für bezahlbares Wohnen soll initiiert werden

Soziales

  • Bündnis für Familien weiter ausbauen
  • Seniorenpolitisches Gesamtkonzept gemeinsam mit dem Bündnis für Familien weiterentwickeln
  • Mobile Beratung für Senior*innen
  • Pflegeplatzbörse
  • Mehr Frauenhausplätze in der Region
Politische Teilhabe

Mitmachen. Mitgestalten. Mitreden. Mit dabei sein.

Politische Teilhabe und Transparenz

Demokratie lebt von Transparenz, Beteiligung und offenem Dialog. Wir stärken die politische Teilhabe und machen die Arbeit des Kreistages für alle nachvollziehbar.

Politische Teilhabe und Transparenz der Arbeit des Kreistages ermöglichen wir durch Live-Übertragungen der Kreistagssitzungen, sowie die Einrichtung von Beteiligungsplattformen auf der Homepage des Landratsamtes. Alle Bürger*innen sollen die Möglichkeit haben, sich bei Anliegen an den Kreistag zu wenden und unkompliziert Informationen zu neuen Projekten erhalten zu können. Um diesen Austausch möglich zu machen, richten wir regelmäßige Bürger- und Zukunftskonferenzen ein.

Unsere Maßnahmen:

  • Livestream der Kreistagssitzungen erhalten
  • Beteiligungsplattform auf der Landkreis-Homepage
  • Regelmäßige Bürger- und Zukunftskonferenzen
  • Informationsfreiheitssatzung
Jugend

Schlau sein. Demokratie leben.

Bildung und Jugend

Mit guter Bildung an unseren Schulen schaffen wir die wichtigste Ressource für kommende Generationen. Daher bewerben wir uns um ein drittes Gymnasium im Norden des Landkreises.

Frühe Unterstützung und Begleitung junger Menschen sind eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir richten an unseren Schulen eine Anlaufstelle für Jugendliche in Form einer JaS-Kraft (Jugendsozialarbeit an Schulen) ein. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass der Freistaat Bayern mehr Stellen für Schulsozialpädagog*innen für unseren Landkreis schafft. Nur so können wir durch Prävention die Arbeit der Jugendämter entlasten.

Politische Bildung und Demokratieerziehung ist für uns in der heutigen Zeit ein enorm wichtiger Bildungsinhalt. Wir wollen hier außerunterrichtliche Angebote schaffen, die Kooperation zwischen dem Landkreis und den Gemeinden stärken und, auch in Zusammenarbeit mit der VHS, Planspiele zur politischen Bildung an den weiterführenden Schulen anbieten. Dafür schaffen wir ein eigenes Budget. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro und dem KUS des Landkreises wollen wir eine weiterführende berufliche Orientierung an den Schulen stärken. Wir unterstützen regionale Handwerks- und Industriebetriebe bei der Gewinnung von neuen Azubis, etwa durch den Ausbildungskompass und Weiterführung der Ausbildungsmesse.

Kooperationsmodelle von Mittelschulen und Realschulen wollen wir fördern. Den reibungslosen Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtern wir mit Praxisklassen und Berufsbegleitern. Wir wollen unsere Berufsschule weiterentwickeln und stehen für den Aufbau einer Fachakademie für Sozialpädagogie zur Ausbildung von Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen.

Die gute, digitale Ausstattung an den Schulen wollen wir durch professionelle Wartung der Geräte in Kooperation mit schulischen Systembetreuungen sichern.

Indem wir den Hitzeschutz an den Schulen gewährleisten, schaffen wir eine angenehme Atmosphäre für die Lernenden. Begrünung der Schulflächen, Klima-und Belüftungsanlagen, wo notwendig, sind die passenden Maßnahmen dafür. PV-Anlagen auf den Schuldächern liefern hier tagsüber den notwendigen Strom.

Für die Schülerinnen wollen wir außerdem Kästen für kostenlose Menstruationsartikel an weiterführenden Schulen zur Verfügung stellen

Die Ganztagesbetreuung für alle wird immer wichtiger. Dazu richten wir ein einfach organisiertes System für das Mittagessen an den Schulen, möglichst regional und bio gemeinsam mit den Kommunen ein.

Mitwirkungsrechte für Jugendliche sind gelebte Demokratie. Als Grundlage braucht es dafür eine flächendeckende Jugendhilfeplanung für den Landkreis Pfaffenhofen, welche uns eine klare Übersicht über bereits existierende Angebote wie Kindertageseinrichtungen oder Stellen in der Jugendarbeit als auch über Bedarfe ebendieser bietet Bedarfserfassung der Jugendarbeit im Rahmen der Jugendhilfeplanung. Insbesondere die Schaffung hauptamtlicher Ansprechpartner*innen für Jugendliche in jeder Gemeinde ist notwendig, um jedem Jugendlichen im Landkreis einen direkten Anlaufpunkt zu geben. So lassen wir unsere Jugend nicht allein.

Darüber hinaus unterstützen wir die Gemeinden dabei, mehr konsumfreie Räume zu schaffen. Diese dienen der Jugend als Treffpunkt und machen die Orte lebendiger. Diese dienen den Jugendlichen als Orte ohne etwas kaufen zu müssen. Die Jugendbeteiligung soll im Landkreis gefördert werden, indem wir Formate wie eine „Jugendsprechstunde“ vor Kreistags- & Ausschusssitzungen ermöglichen möchten. Partizipation beginnt in den Gemeinden, daher unterstützen wir - auch finanziell - die Einsetzung von örtlichen Beteiligungsformaten, wie Jugendforen, Jugendräten oder Jungbürgerversammlungen. In der Zukunft kann die Neugestaltung des Jugendkreistages ein Ziel sein.

Darüber hinaus unterstützen wir die Gemeinden dabei, mehr konsumfreie Räume zu schaffen. Diese dienen der Jugend als Treffpunkt und machen die Orte lebendiger. Diese dienen den Jugendlichen als Orte ohne etwas kaufen zu müssen. Die Jugendbeteiligung soll im Landkreis gefördert werden, indem wir Formate wie eine „Jugendsprechstunde“ vor Kreistags- & Ausschusssitzungen ermöglichen möchten. Partizipation beginnt in den Gemeinden, daher unterstützen wir - auch finanziell - die Einsetzung von örtlichen Beteiligungsformaten, wie Jugendforen, Jugendräten oder Jungbürgerversammlungen. In der Zukunft kann die Neugestaltung des Jugendkreistages ein Ziel sein.

Unsere Maßnahmen:

Schulen

  • 3. Gymnasium im Norden des Landkreises muss schnell gebaut werden
  • Anlaufstelle der Jugendsozialarbeit an jeder Schule
  • Stärkung von politischer Bildung von Schüler*innen auch durch außerunterrichtliche Angebote
  • Sicherung der digitalen Ausstattung von Schulen inklusive professioneller Wartung
  • Gewährleisten von Hitzeschutz, Begrünung der Schulflächen, PV-Anlagen auf schulischen Gebäuden
  • Kostenlose Menstruationsartikel an den weiterführenden Schulen
  • Bio-regionales Essen in der Schule
  • Förderung von Kooperationsmodellen von Mittelschulen und Realschulen

Ausbildung

  • Förderung der beruflichen Orientierung
  • Ausbildungsmesse und -kompass weiterführen
  • Projekte wie Azubiakademie im Landkreis Pfaffenhofen weiterführen
  • Berufsschule weiterentwickeln
  • Fachakademie für Sozialpädagogie zur Ausbildung von Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen

Jugend

  • Bedarfserfassung der Jugendarbeit im Rahmen der Jugendhilfeplanung für den gesamten Landkreis
  • Hauptamtlicher Ansprechpartner für Jugend in allen Gemeinden
  • Förderung von konsumfreien Räumen
  • „Jugendsprechstunde“ vor Kreistags- & Ausschusssitzungen

Außerschulische Bildung

  • Flächendeckendes sowie digitales Kursangebot der VHS erweitern
  • Integration durch digitale Sprachkurse
Gesundheit

Gesundheit vor Ort. Pflege vor Ort.

Gesundheit und Pflege

Wir wollen, dass alle Menschen gesund leben können. Menschen brauchen von Lebensbeginn an eine hochwertige Gesundheitsversorgung, um gut ins Leben zu starten. Aber auch auf dem weiteren Lebensweg sind alle Menschen bei Krankheit, nach Unfällen, im Alter und im Sterben auf Hilfe und Pflege angewiesen.

Die Ilmtalklinik sichert eine qualitative, wohnortnahe Krankenhausversorgung. Um diese in kommunaler Hand zu halten, gehen wir weiter den eingeschlagenen Weg einer gemeinsamen Medizinstrategie für die Region 10, die alle Gesundheitsversorger*innen vernetzt und Synergien zum Wohle der Patient*innen nutzt. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Planung zum Ausbau einer Küche in der Ilmtalklinik (auch im Krankenhausverbund), die regional, saisonal und biologisch kocht. Diese Frischeküche kann zur Versorgung unserer Schulen mit hochwertigem Mittagessen einen Beitrag leisten.

Darüber hinaus ist die wohnortnahe Versorgung mit Haus- und Fachärzt*innen, Hebammen und Pflegediensten ein wichtiger Bestandteil. Es gilt, eine flächendeckende Versorgung zu garantieren. 70% aller Menschen wünschen sich zu Hause gepflegt zu werden. Sehr wichtig sind deshalb genügend Kurzzeitpflegeplätze, denn gerade pflegende Angehörige brauchen Urlaub und Zeit zum Erholen.

Unsere Maßnahmen:

  • Erhalt des Krankenhauses in öffentlicher Hand mit möglichst großem Leistungsspektrum
  • Modernisierung und Spezialisierung des Krankenhauses vorantreiben, um Effizienz und Qualität zu sichern
  • Weiterentwicklung der Planung zum Ausbau einer bio-regionalen Frischeküche in der Ilmtalklinik
  • Bessere Vernetzung von Krankenhaus, Hausärzt*innen, ambulanter Versorgung, Pflegeeinrichtungen, Therapeut*innen (Physiotherapie, Logopädie etc.) im Rahmen GesundheitsRegionPlus
  • Stärkung der pflegerischen Versorgung
  • Zusammenarbeit zwischen Klinik, Pflegeheimen und ambulanten Diensten ausbauen
  • Entwicklung tragfähiger Finanzierungslösungen für medizinische Versorgungszentren (MVZ) gemeinsam mit Freistaat, Krankenkassen und Kommunen
  • Förderung der Attraktivität für Haus- und Fachärzt*innen
  • Ausbildungsplätze und Fachkräftegewinnung gezielt fördern (z. B. Pflegeschule)
  • Aufbau einer Pflegeplatzbörse nach Ingolstädter Vorbild
  • Niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und Angehörige sichern (Pflegestützpunkt)
  • Verstärkte Unterstützung und Vernetzung durch den Seniorenbeauftragten von Ehrenamtlichen im Bereich Seniorenarbeit, um aufsuchende Dienste (z. B. Hausbesuche) gegen Vereinsamung im Alter zu stärken
  • Leistungsfähiges Gesundheitsamt sichern
Katastrophenschutz

Auf Katastrophen vorbereiten. Heimat schützen.

Zivil- und Katastrophenschutz

Wir stärken den Katastrophenschutz durch moderne Ausstattung, bessere Ausbildung und gesellschaftliche Anerkennung des Ehrenamts.

Die vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, wie verletzlich auch unser Landkreis gegenüber Krisen und Katastrophen ist. Die verheerenden Hochwasserereignisse im Juni 2016 sowie im Mai und Juni 2024 haben deutlich gemacht, welche Auswirkungen Extremwetter auf Menschen, Infrastruktur und Umwelt haben. Der Großbrand in der Bayernoil-Raffinerie 2018 hat zusätzlich unterstrichen, dass auch Industrieunfälle und komplexe Lagen jederzeit auftreten können. Zugleich zeigt die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, dass auch der Schutz der Bevölkerung vor den Folgen von Krisen und Konflikten wieder stärker in den Fokus rücken muss.

Vor diesem Hintergrund ist ein funktionierender, gut koordinierter Zivil- und Katastrophenschutz unerlässlich, um auf verschiedene Bedrohungslagen vorbereitet zu sein. Deshalb wollen wir den Zivil- und Katastrophenschutz im Landkreis vorausschauend, nachhaltig und bürgernah stärken. Wir setzen auf aktuelle Risikoanalysen, wirksame Frühwarnsysteme, klimaangepasste Notfallpläne und die Einhaltung der Hilfsfristen. Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen sollen verlässlich unterstützt und modern ausgestattet werden – mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit, etwa durch energieeffiziente Gebäude sowie durch langfristig geeignetes und qualitativ hochwertiges Material.

Eine stabile Finanzierung von Ausrüstung und Weiterbildungen sind dabei für uns selbstverständlich. Wir möchten eine vollständige Umsetzung des Investitionsprogramms des Landkreises für den Brand- und Katastrophenschutz und staatliche Fördermöglichkeiten nutzen, etwa aus dem Fonds zur Förderung des Katastrophenschutzes nach Art. 12 BayKSG. Zudem schaffen wir geeignete Unterkünfte für Einheiten, insbesondere dort, wo bestehende Kreisgebäude in die Jahre gekommen sind und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Auch setzen wir uns weiter für die Schaffung eines Kreiskatastrophenschutzzentrums ein, um die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen zu fördern, einen geeigneten Ort für Ausbildung und Übung zu bieten und wichtiges Material, wie z.B. Feldbetten oder Pumpen, zentral vorrätig zu halten.

Ehrenamtliche sind das Rückgrat des Katastrophenschutzes. Wir fördern Nachwuchsarbeit, schaffen ehrenamtsfreundliche Strukturen und sorgen für gesellschaftliche Anerkennung ihres Engagements. Um einen gerechten Anspruch auf Freistellung und Lohnfortzahlung im Einsatz- und Fortbildungsfall für alle Kräfte im Zivil- und Katastrophenschutz zu ermöglichen, setzen wir uns weiterhin für eine echte Helfergleichstellung in Bayern ein. Digitalisierung und gute Vernetzung zwischen Gemeinden, Einsatzkräften und Landkreis sind für uns zentrale Voraussetzungen für effektives Krisenmanagement.

Wir stärken außerdem die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen, unter anderem durch gemeinsame Übungen – auch über Landkreisgrenzen hinweg, um Einsatzfähigkeit und Koordination weiter zu verbessern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Zusammenarbeit und Koordination im Krisenfall mit der zivilen Gesundheitsinfrastruktur, wie Krankenhäusern, Pflegediensten, Werksfeuerwehren, dem Rettungsdienst und weiteren wichtigen Akteuren.

Darüber hinaus binden wir die Bevölkerung und Wirtschaft aktiv ein: durch Aufklärung über Eigenvorsorge, gemeinsame Übungen und den Aufbau von Anlaufstellen in Krisenfällen, etwa bei Stromausfällen. Wir setzen auf Transparenz und Zusammenarbeit mit Nachbarlandkreisen und die Einbindung der Bürger*innen und sichern so eine starke, zukunftsfähige Katastrophenschutzstruktur im Landkreis Pfaffenhofen.

Unsere Maßnahmen:

  • Stabile Finanzierung von Ausrüstung & Weiterbildungen für Einsatzkräfte
  • Umsetzung Investitionsprogramm für Brand- & Katastrophenschutz
  • Geeignete Unterkünfte für Einheiten, Sanierung von in die Jahre gekommenen Kreisgebäuden
  • Schaffung eines Kreiskatastrophenschutzzentrums
  • Digitalisierung und Vernetzung zwischen Gemeinden, Einsatzkräften und Landkreis
  • Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen über Landkreisgrenzen hinaus
  • Aufklärung über Eigenvorsorge, Anlaufstellen in Krisenfällen für Bevölkerung
Unser Programm
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Kommunalwahl 2026

NOCH

Aktuelle Termine

Die Grüne Landtratskandidatin Bettina Markl auf dem Podium des Pfaffenhofener Kuriers

Mit allen Landratskandidat*innen im Hopfenmuseum Wolnzach.

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Einblick zum Thema "Nachhaltigkeit im Alltag"

mit Einführung, Selbsterleben und Austausch in der Qi Gong-Schule Sedlmeier, Am Wiesenhang 13 in Gosseltshausen.

 

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Grüner Infostand zur Kommunalwahl

auf dem Hautplatz in Pfaffenhofen. 

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