Klima- und Umweltschutz ist Menschenschutz. Wir halten an den Beschluss zur Klimaneutralität bis 2035 und ein Landkreisentwicklungsprogramm für nachhaltige Bodennutzung fest. Guter Boden schützt vor Katastrophen wie dem Hochwasser 2024 und sichert Ernährung sowie unsere Heimat, die Hallertau.
Guter Boden ist begrenzt. Wir setzen auf effektives Flächenmanagement, das durch eine Vollzeitstelle im Kommunalunternehmen Strukturentwicklung verankert wird und wollen es zur Chefsache im Landratsamt machen. Vernetzung unter Einbindung der Kommunen und der gesamten Fachexpertise des Landratsamtes soll die Stelle unterstützen.
Wir erarbeiten ein Landkreisentwicklungsprogramm - das im Dialog mit allen Kommunen die Interessen und strukturiert ein sinnvolles Gesamtkonzept zur Bodennutzung gestaltet. Schwammregion-Prinzipien und den Schutz sowie die Vernetzung von Naturräumen werden dabei einbezogen. Biodiversität erhalten wir durch gezielte Maßnahmen mit dem Landschaftspflegeverband.
Ressourcen schonen heißt: weniger Abfall, mehr Kreislaufwirtschaft: vermeiden, wiederverwenden, reparieren, recyceln. Wir fördern Repair-Cafés, Mehrweg-Initiativen und plastikfreie Verwaltung.
Klimaschutz, Naturschutz und Landwirtschaft gelingen nur gemeinsam – mit Bürgerengagement, Vereinen und Förderprogrammen. Partizipation soll transparent und niedrigschwellig sein, damit alle mitgestalten können. Die Prinzipien der Schwammregionen sollen im gesamten Landkreis gelebt werden. Hierfür brauchen wir Fördermittel und das Schwarmwissen der Bürger*innen, von Aktiven im Naturschutz und den Landwirt*innen, um gemeinsame Projekte umzusetzen. Der Schutz von bestehenden Naturräumen und deren Vernetzung steht dabei im Vordergrund. Flächenschutz und Verbesserung der Bodenqualität durch alternative Möglichkeiten der Bodenbearbeitung hält Wasser in der Fläche und schützt Menschen vor Gefahren.
Unsere Maßnahmen:
Klimaschutz und Resilienz
Natur- und Artenschutz
Landwirtschaft
Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
Partizipation
Nachhaltige Energie ist eine Einnahmequelle für den Landkreis und ein zentraler Baustein des gelebten Klimaschutzes. Sie ist für Bürger*innen und Wirtschaft bezahlbar und schafft Unabhängigkeit in Anbetracht globaler Krisen. Energieerzeugung im Landkreis Pfaffenhofen muss in Bürgerhand bleiben. Mit dem Kommunalunternehmen Energie und Infrastruktur (KEI) haben wir hierfür eine Grundlage geschaffen. Nur so fördern wir hohe Akzeptanz, da Wertschöpfung vor Ort bleibt und dadurch die Kommunen entlastet und unterstützt werden.
Wir lassen mit der Ausgabe von Green Bonds insbesondere für Energie- und Bauprojekte die Bürger*innen an der nachhaltigen Entwicklung des Landkreises teilhaben. Interessierten Bürger*innen stehen damit attraktive, langfristige und ethische Anlageformen zur Verfügung.
Unsere Maßnahmen:
Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Auch auf dem Land setzen wir neben dem Auto verstärkt auf Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr. Denn gerade jüngere Menschen und Senior*innen ohne Führerschein oder eigenes Auto sind auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen.
Wir stehen für die zügige Umsetzung des ÖPNV-Konzepts im Landkreis bis spätestens Ende 2027. Dazu gehört für uns eine 100% flächendeckende Erschließung des Landkreises durch Flexi-Busse auch in kleinen Orten. An den Linienhaltestellen werden wir mehr Bushaltehäuschen einrichten. Damit die Bürger*innen die Fahrten mit dem ÖPNV frühzeitig planen können, ist die Möglichkeit der Planung und Buchung von Fahrten über verschiedene ÖPNV- Verkehrsmittel per App erforderlich. Das wollen wir bis 2027 eingeführt haben. Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen für zuverlässigen Anschlussverkehr in die Nachbarlandkreise ist unbedingt erforderlich. Dabei ist die Beteiligung der Fahrgäste essenziell, um Lücken in der Anbindung zu erkennen und schließen zu können und so den ÖPNV im Landkreis stetig anpassen zu können.
Wir arbeiten außerdem an der Umsetzung des Mobilitätskonzepts Radverkehr. Dazu muss das Radkonzept mit einem verlässlichen und transparenten Plan in Abstimmung mit den Kommunen umgesetzt werden. Den Bau von Radwegen zwischen den Orten und über die Landkreisgrenzen hinaus werden wir in Abstimmung mit den Gemeinden unterstützen. Bei Anschlüssen zwischen Radwegen fordern wir sichere Übergänge.
Wir unterstützen die Gemeinden bei Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern. Dazu gehört die Erstellung von Schulwegeplänen insbesondere für weiterführende Schulen. Großflächige 30er-Zonen im Bereich der Schulen und den hochfrequentierten Schulwegen auch auf Kreis- und Staatsstraßen werden wir einrichten, wo es rechtlich möglich ist. Sichere Übergänge mit Querungshilfen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln insbesondere an Bushaltestellen wollen wir in Kooperation mit den Gemeinden einrichten. Mit digitaler Verkehrsanalyse wollen wird die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht erhöhen. Für die barrierefreie Fortbewegung werden wir abgesenkte Bordsteine auch auf Kreisstraßen einrichten.
Grundsätzlich fokussieren wir uns beim Straßenbau auf Sanierung statt auf Neubau. Wir berücksichtigen alle Verkehrsteilnehmer, so müssen Fußgänger- und Radwege stets in die Planung mit einbezogen werden. Den Ausbau der B16 bei Manching gilt es zu stoppen, da dieses Projekt einen immensen unnötigen Flächenverbrauch bedeutet und für Anwohner*innen eine deutliche Lärm- und Feinstaubbelastung zur Folge hat.
Die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge wollen wir gemeinsam mit den Kommunen verbessern.
Unsere Maßnahmen:
Der Landkreis hat eine Vorbildfunktion für die regionale Wirtschaft. Dabei zählt für uns nicht allein das Wachstum, sondern wir beziehen auch qualitative und ganzheitliche Kriterien in unsere Bilanzierung ein. Daher erstellen wir eine Gemeinwohl-Bilanz für die Kreisverwaltung und stellen alle Tochterunternehmen des Landkreises auf Gemeinwohl-Bilanzierung um.
Mit dem Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) haben wir einen versierten Partner für nachhaltige Wirtschaftsförderung im Landkreis. Wir sehen die Sicherung von Fachkräften und vor allem das Bestehen von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis als zentral für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landkreises. Der Fokus von KUS soll auf einen lebenswerten Landkreis Pfaffenhofen für die Bewohner*innen gerichtet werden. Dazu gehört ein nachhaltiges Flächenmanagement, ebenso wie die Stärkung des Mittelstandes. In den nächsten Jahren werden aufgrund des demografischen Wandels insbesondere Handwerker*innen ihre Betriebe übergeben und suchen händeringend Nachfolger*innen. Hier werden wir gezielt auch gemeinsam mit den umliegenden Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen und Initiativen wie den Aktivsenioren Nachfolger*innen aufbauen und vernetzend wirken.
Unsere Maßnahmen:
Die finanzielle Situation der Kommunen in Bayern, und damit auch des Landkreises Pfaffenhofen ist dramatisch angespannt. Steigende Kosten und immer neue Aufgaben belasten unsere Haushalte massiv. Die Defizite der bayerischen Kommunen haben sich im ersten Halbjahr 2023 Jahres bereits auf 5 Milliarden Euro verdoppelt!
Auch wir im Landkreis Pfaffenhofen leiden unter dieser Entwicklung. Allein bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben haben wir eine Kostenunterdeckung von über 8,6 Millionen Euro. Das bedeutet, wir müssen Geld aufbringen für Leistungen, für die der Freistaat verantwortlich ist und für Aufgaben, die der Freistaat auf den Landkreis übertragen hat. Dies entspricht etwa 130 Vollzeitstellen bei einem Beamten in Besoldungsgruppe A8.
Trotz der herausfordernden Finanzsituation sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe, unsere Schulen gut auszustatten, und Straßen instand zu halten, den ÖPNV und Radwege auszubauen, die Ilmtalkliniken in kommunaler Hand zu halten und in Klimaschutz zu investieren. Es ist klar, dass dies nur mit vereinten Kräften und einer klaren Prioritätensetzung möglich ist.
Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe sind die Leitprinzipien unseres Handelns. Denn nur so können wir unsere Lebensqualität erhalten und steigern.
Sozialer Friede sichert unsere Freiheit. Wir wollen ein bezahlbares Leben und gleiche Chancen für Alle – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und Status.
Wir arbeiten für ein Miteinander, das von Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Wir setzen auf Prävention und niederschwellige Unterstützung.
Familien stärken wir nachhaltig. Das lokale „Bündnis für Familie“ wollen wir weiter ausbauen und verlässlich fördern, um die Familienfreundlichkeit im Landkreis dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.
Senior*innen sollen wohnortnah unterstützt werden. Wir befürworten den Aufbau einer mobilen Beratung, die in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Sozialverbänden im Landkreis entsteht und niederschwellig Hilfe anbietet.
Gesundheit und Pflege sind zentrale Säulen sozialer Sicherheit. Wir setzen uns für Verbesserungen in der Palliativversorgung vor Ort ein und unterstützen den Aufbau einer Pflegeplatzbörse, damit pflegende Angehörige schneller einen Pflegeplatz finden, um pflegende Angehörige spürbar und mittelbar zu entlasten.
Schutz und Teilhabe müssen für alle gewährleistet sein. Deshalb setzen wir uns für mehr Frauenhausplätze in der Region ein. Inklusionsangebote im Landratsamt wollen wir überprüfen, weiterentwickeln und verbessern, damit Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe konsequent umgesetzt werden.
Schutz und Teilhabe müssen für alle gewährleistet sein. Deshalb setzen wir uns für mehr Frauenhausplätze in der Region ein. Inklusionsangebote im Landratsamt wollen wir überprüfen, weiterentwickeln und verbessern, damit Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe konsequent umgesetzt werden.
Bezahlbares Wohnen ist dabei ein Grundpfeiler für soziale Gerechtigkeit. Wir wollen die bereits angestoßenen Ansätze einer sozialen Wohnbaugesellschaft mit Leben füllen, damit Kommunen bei der Projektentwicklung und Umsetzung, sowie bei der Beantragung der Fördermittel unterstützt werden. Ein kreisweites "Bündnis für bezahlbares Wohnen“ bringt Kommunen, Wohnungswirtschaft, Baugewerbe und Mieterverbände zusammen. Wir etablieren eine Wohnungsbörse, die Vermieter*innen, Makler*innen und insbesondere Wohnung-Suchende mit geringem Einkommen zusammenbringt.
Zudem wollen wir Bürger*innen mit genossenschaftlichen Wohnprojekten befähigen, bestehenden und neuen Wohnraum zu aktivieren. Immobilienbesitzer*innen wollen wir mit Beratung und einer kreisweiten Initiative bei der Sanierung von Bestandsimmobilien und Vermietung unterstützen. So wird Wohnraum geschaffen, der aktuell nicht auf dem Markt ist und oftmals leer steht. Generationengerechtes Wohnen fördern wir mit Informationsformaten im gesamten Landkreis.
Unsere Maßnahmen:
Bezahlbares Wohnen
Soziales
Demokratie lebt von Transparenz, Beteiligung und offenem Dialog. Wir stärken die politische Teilhabe und machen die Arbeit des Kreistages für alle nachvollziehbar.
Politische Teilhabe und Transparenz der Arbeit des Kreistages ermöglichen wir durch Live-Übertragungen der Kreistagssitzungen, sowie die Einrichtung von Beteiligungsplattformen auf der Homepage des Landratsamtes. Alle Bürger*innen sollen die Möglichkeit haben, sich bei Anliegen an den Kreistag zu wenden und unkompliziert Informationen zu neuen Projekten erhalten zu können. Um diesen Austausch möglich zu machen, richten wir regelmäßige Bürger- und Zukunftskonferenzen ein.
Unsere Maßnahmen:
Mit guter Bildung an unseren Schulen schaffen wir die wichtigste Ressource für kommende Generationen. Daher bewerben wir uns um ein drittes Gymnasium im Norden des Landkreises.
Frühe Unterstützung und Begleitung junger Menschen sind eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir richten an unseren Schulen eine Anlaufstelle für Jugendliche in Form einer JaS-Kraft (Jugendsozialarbeit an Schulen) ein. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass der Freistaat Bayern mehr Stellen für Schulsozialpädagog*innen für unseren Landkreis schafft. Nur so können wir durch Prävention die Arbeit der Jugendämter entlasten.
Politische Bildung und Demokratieerziehung ist für uns in der heutigen Zeit ein enorm wichtiger Bildungsinhalt. Wir wollen hier außerunterrichtliche Angebote schaffen, die Kooperation zwischen dem Landkreis und den Gemeinden stärken und, auch in Zusammenarbeit mit der VHS, Planspiele zur politischen Bildung an den weiterführenden Schulen anbieten. Dafür schaffen wir ein eigenes Budget. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro und dem KUS des Landkreises wollen wir eine weiterführende berufliche Orientierung an den Schulen stärken. Wir unterstützen regionale Handwerks- und Industriebetriebe bei der Gewinnung von neuen Azubis, etwa durch den Ausbildungskompass und Weiterführung der Ausbildungsmesse.
Kooperationsmodelle von Mittelschulen und Realschulen wollen wir fördern. Den reibungslosen Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtern wir mit Praxisklassen und Berufsbegleitern. Wir wollen unsere Berufsschule weiterentwickeln und stehen für den Aufbau einer Fachakademie für Sozialpädagogie zur Ausbildung von Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen.
Die gute, digitale Ausstattung an den Schulen wollen wir durch professionelle Wartung der Geräte in Kooperation mit schulischen Systembetreuungen sichern.
Indem wir den Hitzeschutz an den Schulen gewährleisten, schaffen wir eine angenehme Atmosphäre für die Lernenden. Begrünung der Schulflächen, Klima-und Belüftungsanlagen, wo notwendig, sind die passenden Maßnahmen dafür. PV-Anlagen auf den Schuldächern liefern hier tagsüber den notwendigen Strom.
Für die Schülerinnen wollen wir außerdem Kästen für kostenlose Menstruationsartikel an weiterführenden Schulen zur Verfügung stellen
Die Ganztagesbetreuung für alle wird immer wichtiger. Dazu richten wir ein einfach organisiertes System für das Mittagessen an den Schulen, möglichst regional und bio gemeinsam mit den Kommunen ein.
Mitwirkungsrechte für Jugendliche sind gelebte Demokratie. Als Grundlage braucht es dafür eine flächendeckende Jugendhilfeplanung für den Landkreis Pfaffenhofen, welche uns eine klare Übersicht über bereits existierende Angebote wie Kindertageseinrichtungen oder Stellen in der Jugendarbeit als auch über Bedarfe ebendieser bietet Bedarfserfassung der Jugendarbeit im Rahmen der Jugendhilfeplanung. Insbesondere die Schaffung hauptamtlicher Ansprechpartner*innen für Jugendliche in jeder Gemeinde ist notwendig, um jedem Jugendlichen im Landkreis einen direkten Anlaufpunkt zu geben. So lassen wir unsere Jugend nicht allein.
Darüber hinaus unterstützen wir die Gemeinden dabei, mehr konsumfreie Räume zu schaffen. Diese dienen der Jugend als Treffpunkt und machen die Orte lebendiger. Diese dienen den Jugendlichen als Orte ohne etwas kaufen zu müssen. Die Jugendbeteiligung soll im Landkreis gefördert werden, indem wir Formate wie eine „Jugendsprechstunde“ vor Kreistags- & Ausschusssitzungen ermöglichen möchten. Partizipation beginnt in den Gemeinden, daher unterstützen wir - auch finanziell - die Einsetzung von örtlichen Beteiligungsformaten, wie Jugendforen, Jugendräten oder Jungbürgerversammlungen. In der Zukunft kann die Neugestaltung des Jugendkreistages ein Ziel sein.
Darüber hinaus unterstützen wir die Gemeinden dabei, mehr konsumfreie Räume zu schaffen. Diese dienen der Jugend als Treffpunkt und machen die Orte lebendiger. Diese dienen den Jugendlichen als Orte ohne etwas kaufen zu müssen. Die Jugendbeteiligung soll im Landkreis gefördert werden, indem wir Formate wie eine „Jugendsprechstunde“ vor Kreistags- & Ausschusssitzungen ermöglichen möchten. Partizipation beginnt in den Gemeinden, daher unterstützen wir - auch finanziell - die Einsetzung von örtlichen Beteiligungsformaten, wie Jugendforen, Jugendräten oder Jungbürgerversammlungen. In der Zukunft kann die Neugestaltung des Jugendkreistages ein Ziel sein.
Unsere Maßnahmen:
Schulen
Ausbildung
Jugend
Außerschulische Bildung
Wir wollen, dass alle Menschen gesund leben können. Menschen brauchen von Lebensbeginn an eine hochwertige Gesundheitsversorgung, um gut ins Leben zu starten. Aber auch auf dem weiteren Lebensweg sind alle Menschen bei Krankheit, nach Unfällen, im Alter und im Sterben auf Hilfe und Pflege angewiesen.
Die Ilmtalklinik sichert eine qualitative, wohnortnahe Krankenhausversorgung. Um diese in kommunaler Hand zu halten, gehen wir weiter den eingeschlagenen Weg einer gemeinsamen Medizinstrategie für die Region 10, die alle Gesundheitsversorger*innen vernetzt und Synergien zum Wohle der Patient*innen nutzt. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Planung zum Ausbau einer Küche in der Ilmtalklinik (auch im Krankenhausverbund), die regional, saisonal und biologisch kocht. Diese Frischeküche kann zur Versorgung unserer Schulen mit hochwertigem Mittagessen einen Beitrag leisten.
Darüber hinaus ist die wohnortnahe Versorgung mit Haus- und Fachärzt*innen, Hebammen und Pflegediensten ein wichtiger Bestandteil. Es gilt, eine flächendeckende Versorgung zu garantieren. 70% aller Menschen wünschen sich zu Hause gepflegt zu werden. Sehr wichtig sind deshalb genügend Kurzzeitpflegeplätze, denn gerade pflegende Angehörige brauchen Urlaub und Zeit zum Erholen.
Unsere Maßnahmen:
Wir stärken den Katastrophenschutz durch moderne Ausstattung, bessere Ausbildung und gesellschaftliche Anerkennung des Ehrenamts.
Die vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, wie verletzlich auch unser Landkreis gegenüber Krisen und Katastrophen ist. Die verheerenden Hochwasserereignisse im Juni 2016 sowie im Mai und Juni 2024 haben deutlich gemacht, welche Auswirkungen Extremwetter auf Menschen, Infrastruktur und Umwelt haben. Der Großbrand in der Bayernoil-Raffinerie 2018 hat zusätzlich unterstrichen, dass auch Industrieunfälle und komplexe Lagen jederzeit auftreten können. Zugleich zeigt die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, dass auch der Schutz der Bevölkerung vor den Folgen von Krisen und Konflikten wieder stärker in den Fokus rücken muss.
Vor diesem Hintergrund ist ein funktionierender, gut koordinierter Zivil- und Katastrophenschutz unerlässlich, um auf verschiedene Bedrohungslagen vorbereitet zu sein. Deshalb wollen wir den Zivil- und Katastrophenschutz im Landkreis vorausschauend, nachhaltig und bürgernah stärken. Wir setzen auf aktuelle Risikoanalysen, wirksame Frühwarnsysteme, klimaangepasste Notfallpläne und die Einhaltung der Hilfsfristen. Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen sollen verlässlich unterstützt und modern ausgestattet werden – mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit, etwa durch energieeffiziente Gebäude sowie durch langfristig geeignetes und qualitativ hochwertiges Material.
Eine stabile Finanzierung von Ausrüstung und Weiterbildungen sind dabei für uns selbstverständlich. Wir möchten eine vollständige Umsetzung des Investitionsprogramms des Landkreises für den Brand- und Katastrophenschutz und staatliche Fördermöglichkeiten nutzen, etwa aus dem Fonds zur Förderung des Katastrophenschutzes nach Art. 12 BayKSG. Zudem schaffen wir geeignete Unterkünfte für Einheiten, insbesondere dort, wo bestehende Kreisgebäude in die Jahre gekommen sind und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Auch setzen wir uns weiter für die Schaffung eines Kreiskatastrophenschutzzentrums ein, um die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen zu fördern, einen geeigneten Ort für Ausbildung und Übung zu bieten und wichtiges Material, wie z.B. Feldbetten oder Pumpen, zentral vorrätig zu halten.
Ehrenamtliche sind das Rückgrat des Katastrophenschutzes. Wir fördern Nachwuchsarbeit, schaffen ehrenamtsfreundliche Strukturen und sorgen für gesellschaftliche Anerkennung ihres Engagements. Um einen gerechten Anspruch auf Freistellung und Lohnfortzahlung im Einsatz- und Fortbildungsfall für alle Kräfte im Zivil- und Katastrophenschutz zu ermöglichen, setzen wir uns weiterhin für eine echte Helfergleichstellung in Bayern ein. Digitalisierung und gute Vernetzung zwischen Gemeinden, Einsatzkräften und Landkreis sind für uns zentrale Voraussetzungen für effektives Krisenmanagement.
Wir stärken außerdem die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen, unter anderem durch gemeinsame Übungen – auch über Landkreisgrenzen hinweg, um Einsatzfähigkeit und Koordination weiter zu verbessern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Zusammenarbeit und Koordination im Krisenfall mit der zivilen Gesundheitsinfrastruktur, wie Krankenhäusern, Pflegediensten, Werksfeuerwehren, dem Rettungsdienst und weiteren wichtigen Akteuren.
Darüber hinaus binden wir die Bevölkerung und Wirtschaft aktiv ein: durch Aufklärung über Eigenvorsorge, gemeinsame Übungen und den Aufbau von Anlaufstellen in Krisenfällen, etwa bei Stromausfällen. Wir setzen auf Transparenz und Zusammenarbeit mit Nachbarlandkreisen und die Einbindung der Bürger*innen und sichern so eine starke, zukunftsfähige Katastrophenschutzstruktur im Landkreis Pfaffenhofen.
Unsere Maßnahmen:
Mit allen Landratskandidat*innen im Hopfenmuseum Wolnzach.
mit Einführung, Selbsterleben und Austausch in der Qi Gong-Schule Sedlmeier, Am Wiesenhang 13 in Gosseltshausen.
auf dem Hautplatz in Pfaffenhofen.
Mit allen Landratskandidat*innen im Hopfenmuseum Wolnzach.
mit Einführung, Selbsterleben und Austausch in der Qi Gong-Schule Sedlmeier, Am Wiesenhang 13 in Gosseltshausen.
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